London sattelt um: Fahrrad-Highways im Zentrum Londons

In London leben über 8,6 Millionen Menschen, die jeden Tag mit Tausenden von Autos die Straßen verstopfen und für die Wirtschaft eine hohe finanzielle Belastung darstellen. Doch damit ist jetzt Schluss, denn der Bürgermeister von London, Boris Johnson, hat einen Plan. Er plant einen neuen Superhighway für die Metropole in Großbritannien. Aber nicht für Autos, sondern für Fahrräder. Mit diesem Projekt will er den Radverkehr in London revolutionieren. Wird ihm das gelingen? Wie konkret sind die Pläne?

Der Cycle Superhighway

Boris Johnson hat bereits im Jahr 2010 ein Fahrradleihsystem eingeführt. Man kann also davon ausgehen, dass es der Mann ernst meint. Das zeigt auch die hohe Investitionssume von 1,33 Milliarden Euro, die er für den langen Radweg veranschlagt hat. Dieser Superhighway soll von Osten nach Westen und von Norden nach Süden führen.
Doch wo sollen diese Radwege in der engen Stadt von London Platz finden? Auch dazu gibt es schon konkrete Überlegungen und Pläne. So soll nicht nur die Straße erweitert werden, sondern es wird zusätzlich noch ein Teil der bereits bestehenden PKW Spuren umgewandelt.

Doch was sind die Gründe des Bürgermeisters? Ist er nur ein leidenschaftlicher Fahrradfahrer und Umweltaktivist? Wohl kaum. Der Stau kostet Großbritannien jedes Jahr Milliarden Euros. So sollen bis zum Jahr 2030 die durch Staus verursachten Kosten auf über 26 Milliarden Euro pro Jahr steigen. Da die Bevölkerung von London immer weiter wächst, wird das Problem eher größer als kleiner werden. Ein weiteres Problem ist, dass nur 2,5 Prozent der Londoner Fahrrad fahren. Auch aus diesem Grund soll durch den neuen Superhighway ein größerer Anreiz für das Fahrrad geschaffen werden.

Ein London für Radfahrer

Neben dem Superhighway gibt es noch weitere Projekte. So soll ein stillgelegter U-Bahn Tunnel in einen Radweg umgewandelt werden. Hier bekommt das Fahren mit dem Fahrrad einen ganz neuen Kick. Denn wer ist schon mal mit dem Rad durch einen U-Bahn Tunnel gefahren? Wahrscheinlich die Wenigsten. Dieses Konzept wird London Underline genannt. Ob das Radfahren über sehr lange Strecken in einem kalten, langen Tunnel attraktiv ist, wird sich aber erst noch zeigen müssen. Eine gute Belüftung und Beleuchtung wird hier wohl Grundvoraussetzung sein müssen. Positive Aspekte für das Fahren im Tunnel, sind mit Sicherheit die Windstille und die Trockenheit. Gerade im Sommer wird die Kühle auf jeden Fall sehr angenehm sein. Weitere Ideen sind ein schwimmender Radeweg und ein Radweg auf Stelzen. Es bleibt spannend.

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